Kontrollnummern

 

Auf dieser Seite werden die Kontrollnummern der deutschen Telefonkarten beschrieben.

In den ersten Jahren - bis etwa Mitte 1989 - waren auf der Rückseite der Karten lediglich eine fortlaufende 7-stellige Seriennummer eingeprägt.

Ab April 1989 wurden dann - erstmals auf der P 02A.89 - die neuen 11-stelligen Kontrollnummern auf der Rückseite - meistens oben links - eingeprägt oder aufgespritzt.
Diese Kontrollnummern sind wie folgt aufgebaut:

1. Ziffer = Kartenhersteller
2. Ziffer = letzte Stelle des Herstellungsjahres
3. und 4. Ziffer = Herstellungsmonat
5. bis 11. Ziffer = fortlaufende Seriennummer

Die Codes für die Kartenhersteller (1. Ziffer) bedeuten:
0 = Orga
1 = Giesecke & Devrient (G&D)
2 = Oldenbourg Daten-Systeme (ODS)
3 = Gemplus Filderstadt
4 = Soliac Paris
5 = Uniqa/Orga Paderborn
6 = Gemplus Gemenos
7 = Schlumberger

Da das Herstellungsjahr (2. Ziffer) nur 1-stellig angegeben wird, läßt es sich nicht eindeutig zuordnen - z.B.: 9 könnte sowohl 1989 als auch 1999 bedeuten.

Der Herstellungsmonat (3. und 4. Ziffer) ist wieder eindeutig.

Die 7-stellige Seriennummer (5. bis 11. Ziffer) ist zwar für die jeweilige Karte eindeutig, aber die Chipdaten enthalten nur die ersten 5 Stellen dieser Nummer, sodaß immer 100 Karten mit identischen Chips existieren.

Beispiel: Die Karte mit der Kontrollnummer:  2 3 0 9 1 2 3 4 5 6 7
wurde von ODS im September 1993 mit der lfd. Nummer 1234567 hergestellt.

Seit etwa Mitte 1996 wurden die Kontrollnummern erneut umgestellt. Jetzt sind sie 22-stellig und meist mit fluoreszierender Tinte (nur unter einer UV-Lampe eindeutig sichtbar) am unteren Rand auf der Kartenrückseite aufgespritzt.
Diese 22-stellige Kontrollnummer ist wie folgt aufgebaut:

Stelle

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

21

22

Beispiel

0

1

2

 

2

1

1

0

 

2

 

3

0

9

 

1

2

3

4

5

6

7




Die erste Stelle ist (bisher) immer 0,
die Stellen
2 und 3 geben den ChipCode an:
     10 = Siemens/Infineon SLE 4433  
(Eurochip 1)
     11 = Siemens/Infineon SLE 5533b (Eurochip 2)
     12 = Siemens/Infineon SLE 5533S (Eurochip 2)
     13 = Siemens/Infineon SLE ?
     20 = Phillips PCF 2033
     21 = Phillips PCF 2233
die 4. Stelle ist immer leer,
die
5. und 6. Selle geben die Modulart an:
     90 = Modul von Siemens, Karte von G&D
     20 =
     21 = Modul- und Kartenhersteller ODS
     3x =
     4x = Modul- & Kartenhersteller Soliac
     5x = Modul- & Kartenhersteller Orga
     55 = Modul von Siemens, Karte von Orga
die 7. Stelle gibt das Kartenmaterial an:
       0 = PVC
       1 = ABS
       2 = ABS-Recyclat
       3 = PC
       4 = PETG
die 8. Stelle gibt den Materialanteil in % an
(0=100%, 1=90%, 2=80% usw.),
die 9. Stelle ist immer leer,
die
10. Stelle gibt den Kartenhersteller an:
      
(siehe oben 1. Ziffer bei 11-stelliger Kontrollnummer),
die 11. Stelle ist immer leer,
die
12. Stelle ist die letzte Stelle des Herstellungsjahres,
die
13. und 14. Stelle geben den Herstellungsmonat an,
die 15. Stelle ist immer leer
und die Stellen 16 bis 22 sind auch hier die 7-stellige Seriennummer der Karte.

Im Beispiel oben hat die Karte den Chip SLE 5533S von Siemens,
Karte und Modul sind von
ODS,
die Karte besteht aus 100% ABS,
Kartenhersteller ist ODS,
die Karte wurde
2003 im September hergestellt
die lfd. Nummer ist 1234567.

Abbildung der Kontrollnummern nach Kartenhersteller

Hersteller

Nr-Typ

Beschreibung

Abbildung

1: G&D

NT1

4 geschlossen

 

NT2

2 ohne Knick, 7 mit Haken

 

NT3

3 oben gerade
6 und 9 gerader An- bzw. Abstrich

2: ODS

NTA

0 und 7 ohne Querstrich

 

NTB

0 und 7 mit Querstrich

3: Gemplus

eng

Nummernbreite 16-17 mm

 

weit

Nummernbreite 22-23 mm

 

se

Nummernbreite 11 mm

4: Soliac

NT I

Laser- oder UV-Nummer; 1 ohne Fuß, 2 mit Bauch, 7 ohne Knick

 

NT II

Lasernummer; 1 mit Fuß,
2 ohne Bauch, 7 mit Knick

 

NT III

UV-Nummer; die Punkte sind gut zu erkennen, 5x5-Punkt-Matrix